Missionar/in auf Zeit

Das Programm MissionarIn auf Zeit (MaZ) wird von verschiedenen katholischen Missionsorden angeboten. Diese Art des Freiwilligendienstes richtet sich an junge Christinnen und Christen ab 18 Jahren und wird vornehmlich in Afrika, Lateinamerika und Osteuropa angeboten. MaZ ist ein Programm für Laien, die sich als VermittlerInnen zwischen Kirchen in verschiedenen Gesellschaften und Kulturen einsetzen wollen. Es soll zu Handeln für mehr Gerechtigkeit zwischen den Völkern führen. Die Erfahrungen mit anderen Menschen sollen sensibel machen für die krassen Unterschiede in der Lebenshaltung und die große Not vieler Menschen, soll anleiten, Strategien zu entwickeln, wie man hier wie dort ungerechte Strukturen ändern kann.

Ein befristeter Missionseinsatz will weder dem Tourismus dienen, noch Ferienfreizeiten anbieten! Er versteht sich auch nicht als Studienreise, sondern will Austausch und das Miteinander junger Christinnen und Christen in der Welt ermöglichen.

Partner im Ausland sind Gemeinschaften / Einrichtungen der missionarischen Orden, der Ortskirche oder kirchennaher Initiativen. Sie laden eine(n) Freiwillige(n) ein mit dem Ziel des Lernens und der weltkirchlichen Erfahrung, indem sie gemeinsames Leben, Beten und Arbeiten ermöglichen. Sie sind Gastgeber und kommen für Unterkunft und Verpflegung auf. Nur in Ausnahmefällen wird dazu ein Beitrag durch den Träger erbracht. Die Verantwortlichen der Träger halten regelmäßigen Kontakt zu den Einsatzstellen und werten die jeweiligen Einsätze gemeinsam aus.


Voraussetzungen
Erwartet werden in der Regel keine Fachkräfte. Vorausgesetzt werden aber Erfahrungen im Engagement für Gemeinde, Jugendarbeit oder Ähnlichem, gute körperliche und geistige Gesundheit und Belastbarkeit, Bereitschaft zu einer einfachen Lebensweise, Fähigkeit zur Teamarbeit und zum Leben in der Gemeinschaft, Flexibilität und Bereitschaft sich anzupassen und sein eigenes Handeln zu reflektieren sowie Motivation und Offenheit, Glauben und Leben mit Menschen einer anderen Kultur zu teilen. Die Freiwilligen müssen mindestens 18 Jahre alt sein.


Vorbereitung
Die Freiwilligen werden durch den Träger ggf. in Kooperation mit anderen MaZ-Trägern oder im Auftrag des Trägers durch Fachorganisationen vorbereitet. In der Vorbereitung, die nach Bedarf in Gruppen oder für Einzelpersonen stattfindet, ist die kontinuierliche Auseinandersetzung mit der eigenen Persönlichkeit grundlegend. Die Elemente des Mitlebens, Mitbetens und Mitarbeitens werden schon während der Seminare eingeübt. Vorbereitende Praktika und / oder Kloster- bzw. Gemeinschaftsaufenthalte sind Teil der Vorbereitung.


Leistungen
Vor Beginn des Einsatzes wird eine schriftliche Dienstvereinbarung zwischen Träger und MaZ und dem Partner vor Ort abgeschlossen. Nach dem Einsatz erhalten die MaZ eine Bescheinigung über die Teilnahme am Programm.

Die Missionsgemeinschaft gewährt im Einsatzland Unterkunft, Verpflegung und Betreuung. Ein Entgelt zahlt sie nicht, da der Aufenthalt mehr dem jungen Menschen als der Gemeinschaft zugute kommt.

Der/die Freiwillige trägt selbst die Reise- und Versicherungskosten, vor allem auch das gesundheitliche Risiko, das mit dem Aufenthalt in tropischen Ländern verbunden ist. Der Träger ist verantwortlich für die Sicherstellung der Finanzierung des Dienstes vor der Ausreise. Dies kann geschehen: aus eigenen Mitteln des Trägers bzw. der Gemeinschaft, der Projektpartner, durch die Freiwilligen selbst oder/und einen Unterstützerkreis / Solidaritätskreis. Die meisten Diözesen gewähren einen Zuschuss. Der MaZ-Einsatz ist für Jugendliche aus allen sozialen Schichten möglich und wird nicht an deren mangelnden finanziellen Möglichkeiten scheitern.


Rückkehr
Rückkehrerseminare und Einzelauswertung nach dem MaZ-Einsatz sind verbindlicher Bestandteil des Programms. Darüber hinaus wird individuelle Begleitung vom Träger angeboten. Dabei werden Möglichkeiten und Perspektiven zum Engagement in Kirche und Gesellschaft des Heimatlandes erschlossen. 



Mehr Information

MissionarIn auf Zeit - mit ausführlichen Informationen zum Programm und einer Liste mit ca. 20 Orden und Gemeinschaften, die den Freiwilligendienst anbieten